
18. Münchner Orgelherbst
Internationales Orgelfestival in der Jesuitenkirche St. Michael/München
04. bis 18. Oktober 2026
m Oktober startet der Münchner Orgelherbst in der Jesuitenkirche St. Michael
bereits zum achtzehnten Mal unter der künstlerischen Leitung von Peter Kofler.
Das Festival hat sich in den vergangenen Jahren als eine bedeutende Konzertreihe in
München etabliert und präsentiert auch in diesem Jahr ein anspruchsvolles
Programm mit international renommierten Künstlerinnen und Künstlern.
Von klassischen Meisterwerken über moderne Kompositionen bis hin zu faszinierenden
Improvisationen spannt der Münchner Orgelherbst einen Bogen zwischen Tradition und
zeitgenössischer Klangkunst und lädt das Publikum zu außergewöhnlichen
musikalischen Entdeckungen ein.
Mit dem Michaelsorganisten Peter Kofler wird das Festival am Sonntag, den 4.
Oktober, um 16:00 Uhr feierlich an der Rieger-Orgel eröffnet. Auf dem Programm
stehen neben ausgewählten Werken von Johann Sebastian Bach auch die 18.
Orgelsymphonie „Cosmic Circle” von Enjott Schneider, die in diesem Konzert ihre
Uraufführung erlebt. Dieses Eröffnungskonzert verbindet die zeitlose Meisterschaft der
barocken Orgelkunst mit der Klangsprache der Gegenwart und setzt damit ein
kraftvolles Zeichen für die stilistische Vielfalt und künstlerische Spannweite des
Festivals.
Am Mittwoch, den 7. Oktober, erwartet Sie im Hochchor von St. Michael unter dem
Motto „Musik zur Nacht“ ein sehr stimmungsvoller Konzertabend. Zu Gast ist das
renommierte Frauenvokalensemble „Luminosa“. Dieses internationale, mehrfach
ausgezeichnete Ensemble wurde von sechs jungen Sängerinnen 2023 gegründet.
Sechs Persönlichkeiten, sowie sechs charakteristische Stimmen finden zu einem
homogenen, strahlenden Ensembleklang zusammen.
Zusätzliche musikalische Impulse setzen in diesem Konzert die Choralschola St.
Michael (Leitung Matthias Egger) sowie Peter Kofler an der Chororgel.
In der besonderen Atmosphäre des abendlichen Hochchors entfaltet sich ein
einmaliges Konzerterlebnis, das den Bogen von den meditativen Klängen der
Gregorianik bis hin zu den wunderbaren, sphärischen Kompositionen des
zeitgenössischen Komponisten Ola Gjeilo spannt. Die sorgfältig ausgewählte
Programmdramaturgie lädt zum Innehalten, Lauschen und Nachklingenlassen ein und
macht diesen Abend zu einer musikalischen Reise zwischen Tradition und Moderne,
Stille und Klang.
Am Freitag, den 9. Oktober, gastiert die international bekannte Sopranistin Marie-
Sophie Pollak in der Kreuzkapelle von St. Michael. Gemeinsam mit Veronika Egger
(Barockvioline), Katerina Giannitsioti (Barockcello) und Chordirektor Matthias Egger
an der Truhenorgel gestaltet sie einen kammermusikalischen Abend.
In der intimen Atmosphäre der Kreuzkapelle erklingen ausgewählte Werke des
Barock, die die Ausdruckskraft der menschlichen Stimme mit der feinen Klangwelt
historischer Instrumente verbinden. Das Programm mit Werken von Carissimi, Uccellini,
R.I. Mayer, J.S. Bach und Händel verspricht ein ebenso nuancenreiches wie
bewegendes Konzerterlebnis, das die Nähe zwischen Musik, Raum und Publikum in
den Mittelpunkt stellt.
Der bekannte Orgelimprovisator und Hochschulprofessor Wolfgang Seifen wird am
Sonntag, den 11. Oktober, um 16:00 Uhr das Publikum mit einem außergewöhnlichen
Konzert an der Chororgel im Hochchor verzaubern. Wolfgang Seifen zählt zu den
bedeutendsten Improvisatoren unserer Zeit und ist international für seine stilistische
Vielfalt, Kreativität und Virtuosität bekannt. In diesem Konzert entstehen die
musikalischen Werke unmittelbar im Moment – einzigartig und unwiederholbar. Bereits
im Vorfeld sind die Zuhörerinnen und Zuhörer eingeladen, eigene musikalische
Themen, Motive oder Stimmungen vorzuschlagen, die Wolfgang Seifen spontan in
seine Improvisationen aufgreifen und kunstvoll weiterentwickeln wird. So wird das
Konzert zu einem lebendigen Dialog zwischen Publikum und Künstler und verspricht ein
ebenso überraschendes wie eindrucksvolles Hörerlebnis.
Am Mittwoch, den 14. Oktober, gestaltet die Pianistin und Hochschulprofessorin Anna
Buchberger einen Klavierabend im Michaelssaal. Unter dem Titel „Nocturnes“
widmet sich das Konzert der besonderen Klangwelt der Nacht – poetisch, introspektiv
und voller feiner Nuancen. In einfühlsamen Interpretationen eröffnet Anna Buchberger
musikalische Räume zwischen Ruhe, Melancholie und leuchtender Intensität und lädt
das Publikum zu einem konzentrierten, atmosphärischen Hörerlebnis ein.
Der Organist der Kathedrale Notre-Dame de Paris, Yves Castagnet, gestaltet am
Freitag, den 16. Oktober, das Abendprogramm an der großen Michaelsorgel. Als
einer der profiliertesten Vertreter der französischen Orgeltradition verbindet er
meisterhaft Klangpracht sowie Ausdruckskraft. Sein Konzert verspricht ein
eindrucksvolles Erlebnis im Zeichen der großen französischen Orgelkultur.
Den festlichen Abschluss des internationalen Orgelfestivals bildet das
Orgelkonzert mit dem Organisten der Sagrada Família in Barcelona, Juan de la
Rubia, am Sonntag, den 18. Oktober, um 16:00 Uhr. Mit seiner internationalen
Konzerttätigkeit und seiner brillanten Musikalität zählt er zu den herausragenden
Organisten unserer Zeit. In diesem Abschlusskonzert entfaltet die Michaelsorgel noch
einmal ihre ganze klangliche Vielfalt und setzt einen glanzvollen Schlusspunkt unter das
Festival.
Visuelles Extra bei den Orgelkonzerten: Was auf der Orgelempore
geschieht, wird auf eine große Leinwand im Kirchenschiff übertragen.
Eintrittspreise: 20,00 | 15,00 | 10,00 | 5,00 Euro
(Ermäßigte Preise für Schüler und Studenten)
Hinweis:
- Begleitpersonen von Rollstuhlfahrern bezahlen keinen Eintritt
Weitere Informationen zu den Konzertprogrammen, Künstlern und Konzertkarten finden Sie unter www.muenchner-orgelherbst.de
